Kampagne "Wir wollen weiblicher werden!"Alliterationen sind eingängig und deswegen hat der Bezirksvorstand seiner Kampagne für mehr Geschlechtergerechtigkeit in unserem Verband auch diesen Namen gegeben. Was aber genau meint "Wir wollen weiblicher werden!" Die Kampagne hat zwei Aspekte: einen quantitativen und einen qualitativen.Unter quantitativen Geschichtspunkten wollen wir dafür sorgen, dass es endlich genug aktive Frauen in unserem Verband gibt und dass diese sich auch aktiv in Vorstandsarbeit einbringen. Viele Unterbezirke haben nämlich immer noch Probleme dabei ausreichend weibliche Mitglieder für die Arbeit bei sich motivieren zu können. Bei einem Frauenanteil von ca. 30% insgesamt ist das auch nicht verwunderlich. Eine verstärkte Repräsentation von Frauen in Juso-Vorständen ist jedoch nicht nur wichtig, um die Quote zu erfüllen. Vielmehr wollen wir durch eine verstärkte Ansprache von Frauen auch Mitgliederpotenziale für die Jusos erschließen, um so unsere Verankerung in der breite der Gesellschaft noch weiter zu verbessern. Es geht aber noch weiter: Dadurch dass Frauen auch irgendwann einmal Mandate in Gemeindevertretungen oder Parlamenten übernehmen, wirkt sich dies auch positiv auf die Wahlerfolge der SPD aus, denn es ist erwiesen, dass Frauen sich stärker mit Frauen identifiziert fühlen und diese somit auch gerne wählen. Aber auch qualitative Veränderungen in unserem Verband sind uns wichtig. Untersuchungen haben bestätigt, dass eine höherer Frauenanteil die Kultur innerhalb von Organisationen zu positiven verändert. Unser Ziel ist folglich nicht nur die Anwesenheit von Frauen, sondern vor allem auch, dass diese die Zusammenarbeit in unserem Verband verbessern und auch die eingebrachten Interessen ein pluraleres Spektrum abdecken. Was wir dazu bereits getan haben?Die südhessischen Jusos veranstalteten dazu zwei interessante Veranstaltungen.In der sehr gut besuchten Auftaktveranstaltung im Juli haben wir uns wichtige Grundlagen der Gleichstellungspolitik erarbeitet und erste Ideen für die Verbandsarbeit gesammelt. Daraufhin hat der Bezirksvorstand das Prinzip des Gender-Mainstreaming in seine Geschäftsordnung aufgenommen uns beschlossen eine Umfrage bei den Mitgliedern des Verbandes zu starten, um herauszufinden, wie die spezifischen Interessen von Frauen und Männern gelagert sind. Diese Umfrage wird bald online durchgeführt werden und wir rufen euch schon jetzt dazu auf daran teilzunehmen. In der Veranstaltung im September haben wir ein Seminarkonzept zu Gleichstellungspolitik erarbeitet, dass die Unterbezirke von nun an abrufen können. Wenn ihr also Interesse daran habt, euch in euerem UB – sei es im Vorstand oder in einem größeren Kreis – mit dem Thema Gleichstellungspolitik zu befassen, könnt ihr euch ab jetzt an das Bezirksbüro wenden. Wir werden dann in Absprache mit euch und den Seminarleiterinnen und Seminarleitern einen gemeinsamen Termin für ein Seminar in eurem Unterbezirk finden. Der Bezirk stellt dazu die Seminarleitung und die Seminarmaterialen zur Verfügung, die restlichen Kosten trägt euer UB. Selbstverständlich können wir bei der Seminarplanung und –durchführung auch auf eure spezifischen Wünsche und Bedürfnisse eingehen. |




